Einstellung der Studierenden gegenüber Studiengebühren
Die Proteste gegen die Studiengebühren liegen noch nicht lange zurück. Noch präsent sind den Meisten die Protestaktionen von Studentengruppen gegen die generelle Einführung der Studiengebühren. Tatsächlich ist zurzeit der überwiegende Teil der Studierenden (60 %) gegen die Erhebung von Studiengebühren.
Da sich Zufriedenheiten nach der gängigsten Theorie der Zufriedenheitsforschung (CD- Paradigma) aus einem Vergleich zwischen Erwartungen und wahrgenommener Situation ergibt, ist ein Einfluss der generellen Einstellung zu Studiengebühren auf die Zufriedenheit zu erwarten. Zum einen beeinflusst die generelle Einstellung die Erwartungshaltung der Studierenden. Zum anderen wird auch die Wahrnehmung von dieser determiniert. Dieser Sachverhalt erklärt den signifikanten Unterschied hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit in Abhängigkeit von der geäußerten Einstellung zu Studiengebühren.
Eine Ursache für die überwiegende Ablehnung von Studiengebühren ist darin zu sehen, dass die überwiegende Mehrheit der Studierenden nicht davon ausgeht, dass es durch die Einführung von Studiengebühren zu einer Verbesserung der Lehrbedingungen an Universitäten kommt.
Die Einstellung hängt dabei eher weniger von der Finanzierung des Studiums ab.
Eher wird diese vom individuell zur Verfügung stehenden Einkommen beeinflusst. Dies verdeutlicht die nachstehende Abbildung.
Die Einstellung gegenüber Studiengebühren lässt sich dabei durch die Zurverfügungstellung von Informationen positiv beeinflussen.